Ruhestandsberater

Franz Kapsner: Ruhestandsberater mit Empathie

Auszug aus einem Interview zum Thema Ruhestandsvorbereitung (Foto: privat)

Ihr Ruhestand steht vor der Tür! Welche Gefühle begleiten Sie, wenn Sie das Ende des Erwerbslebens vor Augen haben? Die damit verbundenen Empfindungen können sehr unterschiedlich sein. Der ein sehnt sich nach einer Befreiung aus den Zwängen des Berufsalltags und der andere befürchtet eher eine Sinnentleerung des Lebens. Manch anderer steht dem Übergang aus dem Erwerbsleben in den Ruhestand vollkommen indifferent gegenüber. Die Erfahrungen aus meinem eigenen Übergang gebe ich als Ruhestandsberater nun gern weiter.

Die Gefühlswelten hängen sehr stark von den Erfahrungen ab, die während einer oft langen beruflichen Lebensphase gesammelt wurden. Hat man darin seine Mission, seine Erfüllung gefunden, so wird der Abschied aus dieser Situation höchstwahrscheinlich eher schmerzlich empfunden.

Ruhestand kann sich aber auch anders gestalten

Ich sehe da beispielhaft die Situation meines Vaters, der unseren Hof an meinen Bruder übergeben hat. Im täglichen Arbeitsleben hat sich zu diesem Zeitpunkt wenig geändert, nur dass bei Vertragsabschlüssen oder anderen wichtigen Entscheidungen nicht mehr der Senior in der Verantwortung stand, sondern der Junior.

Sicher war das auch eine nicht unwesentliche Veränderung, aber der Tagesablauf blieb im Großen und Ganzen gleich.
Bei Ausscheiden aus einem Angestellten- oder Beamtenverhältnis sind die Veränderungen deutlich gravierender und bedürfen einer bewussten Reflexion, will man sich nicht eines Tages verloren oder gar überflüssig fühlen.

Gute Berater stellen die richtigen Fragen zum Ruhestand

Unweigerlich werden bei den Gedanken in Hinblick auf die nahende Zeit des Ruhestands u.a. folgende Fragen auftauchen:

  • Was ist die erfüllende Substanz des neuen Lebensabschnittes?
  • Wo findet man neue Aufgaben und Herausforderungen?
  • Wie strukturiert man den Tagesablauf?
  • Wie füllt man sinnvoll die verfügbare Zeit aus?
  • Wo und wodurch erfährt man Anerkennung und Bestätigung?
  • Wie kompensiere ich die Verluste von sozialen Kontakten zu den Mitmenschen im Beruf?
  • Wie lässt sich eine ausreichende finanzielle Sicherheit erzielen?

Es ist wichtig, sich diese Fragen zu stellen, denn aufgrund der vielen freien Zeit besteht die Gefahr, dass sich eine gewisse Leere einstellt. Diese nagt am Selbstwertgefühl und es folgen in der Regel Frustration, Niedergeschlagenheit und Unzufriedenheit.

Gehen Sie deshalb dieses Thema beherzt an und schaffen Sie die Grundlage für einen erfüllenden dritten Lebensabschnitt. Werfen Sie bei auftretenden Schwierigkeiten oder Unsicherheiten die Flinte nicht ins Korn. Holen Sie sich Rat bei Menschen, die diesen bedeutenden Schritt schon gegangenen sind oder suchen Sie einen professionellen Ruhestandsberater auf.