Weiterarbeiten nach Renteneintritt: warum eigentlich nicht?

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Sie haben den Übergang vom Berufsleben in die 3. Lebensphase erfolgreich hinter sich gebracht und befinden sich schon einige Zeit im Ruhestand. Die erste Zeit nach dem Arbeitsleben haben Sie genossen und die Befreiung von den Zwängen des Erwerbslebens als großen Gewinn an Lebensqualität erlebt. Die viele freie Zeit gab Ihnen die Möglichkeit, sich Dingen widmen, denen Sie schon längere Zeit nicht mehr nachgehen konnten. Diese Zeit nach dem Renteneintritt war für Sie eine bereichernde Zeitspanne, aber nach und nach verspüren Sie den Wünsch weiterarbeiten zu wollen?

Warum viele nach dem Renteneintritt weiterarbeiten

Weiterarbeiten nach Renteneintritt: Ein erfahrender Bildhauer arbeitet an einer Skulptur
Ein erfahrender Bildhauer arbeitet an einer Skulptur (Foto: Ottawa Graphics @Pixabay)

Inzwischen sind einige Monate ins Land gegangen, in denen Ihnen bewusst geworden ist, dass dieser Zustand nicht dem entspricht, wie Sie sich das vorgestellt haben: Sie wollen wieder arbeiten!

Um zu diesem Entschluss zu kommen, gibt es zwei Ursachen:

Ursache 1: Finanziell notwendig

Sie bemerken, dass die aktuellen finanziellen Möglichkeiten doch sehr eingeschränkt sind. Zum einen wollen Sie, dass auf Ihrem Konto so viel Geld zur Verfügung steht, um sich gewisse Dinge leisten zu können. Anderseits wollen Sie evtl. auch weiterhin eine gewisse Vorsorge treffen oder gar das Ruhegehalt erhöhen. Dies sind also ganz konkrete Überlegungen, die nach einer Umsetzung verlangen.

Ursache 2: Leere im Alltag

Es kann aber auch sein, dass Sie ein ganz anderer Schuh drückt. Nach der ersten Zeit des Genießens der gewonnenen Freiheit beschleicht Sie eine gewisse Leere im Alltag. Sie bemerken, dass Ihnen z.B. die fehlende Tagesstruktur zu wenig Antrieb gibt, um abends den wohlverdienten Feierabend zufrieden zu genießen. Der Sinn des Lebens erschließt sich für Sie nicht mehr. Es fehlen Ihnen zum einen konkrete Ziele und zu anderen befriedigende Lebensinhalte – und somit der tiefere Sinn für Ihr Dasein. Um aber eine erfüllte dritte Lebensphase zu gewährleisten, brauchen Sie eine zielführende und nachhaltige Beschäftigung. Für Sie hat sich im Bewusstsein eine neue Situation ergeben: Sie wollen wieder in einen produktiven Prozess eingebunden sein – sie wollen wieder arbeiten!

Nach Renteneintritt im Ehrenamt oder im Beruf weiterarbeiten?

Welcher der beiden aufgeführten Gründe ausschlaggebend ist (evtl. sogar beide) sei dahingestellt.
Ohne echte Aufgabe und Herausforderung erscheint Ihnen das Leben nicht sonderlich reizvoll, denn es fehlen Ihnen ansprechenden Inhalte, motivierende Ziele und anregende soziale Kontakte. Das ist verständlich und durchaus nachvollziehbar.

Um sich z.B. in einem Ehrenamt zu engagieren, fehlt Ihnen die Motivation. Sie wollen am „echten“ Arbeitsleben teilhaben und sich neuen Herausforderungen stellen. Um es mit anderen Worten zu sagen: Sie wollen weiterhin zum Bruttosozialprodukt beitragen. Das ist löblich und ehrenwert, aber gar nicht so leicht umzusetzen.

Im Alleingang nach der Rente weiterarbeiten

Wie ein Weiterarbeiten nach Renteneintritt aussehen kann, hängt von Ihren persönlichen Rahmenbedingungen ab. Diese zu identifizieren, ist die Grundvoraussetzung für die Definition geeigneter Betätigungsfelder – auch in der Phase des Ruhestands. Eine profunde Analyse Ihrer Stärken (bisherige Betätigungsfelder, Kompetenzen, Skills) und der dabei erzielten Erfolge bietet die Basis für eine gewinnbringende und erfüllende Beschäftigung als aktiver Rentner oder Pensionär.

Das Vorgehen bei der Stellensuche wird in meinem XING-Coaches-Beitrag ausführlich beschrieben.

Trotz Rente weiter arbeiten: mit Begleitung klappt’s

Evtl. ist es viele Jahre oder gar Jahrzehnte her, dass Sie sich um einen Arbeitsplatz bewerben mussten, um erfolgreich eine Anstellung zu erhalten. Wie war das damals? Und eines ist nicht zu vergessen: Die Arbeitswelt hat sich massiv gewandelt.

Hier nun komme ich zum zentralen Ansatzpunkt meiner Beratung: Während meiner letzten Berufsjahre habe ich die Aufgabe gehabt, Personen, deren Arbeitsplatz weggefallen war, bei der beruflichen oder privaten Neuorientierung zu begleiten und den Schritt in diese neue Lebensphase zu unterstützen. Darunter waren auch ältere Angestellte, die ich sowohl in den Ruhestand begleitet habe, als auch in neue berufliche Positionen vermittelt und integriert habe.

Seit mehreren Jahren bin ich sowohl auf dem Gebiet der Personalvermittlung als auch in der Ruhestandesvorbereitung tätig. Wenn Sie sich also an der Schwelle zur 3. Lebensphase befinden und sich nicht vom produktiven Wirken in der Arbeitswelt verabschieden möchten, dann kann Ihnen die Kombination dieser beiden genannten Beratungsfelder mit Sicherheit eine Orientierung bieten.

Sie möchten meine Unterstützung kostenfrei und unverbindlich kennenlernen? Dann nehmen Sie Kontakt zu mir auf und vermerken unter „eigenes Anliegen“ den Hinweis kostenloses Erstgespräch. Ich freue mich darauf, Sie kennenlernen zu dürfen.

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