Leben im Alter: Den Start in einen neuen Lebensabschnitt planmäßig angehen!

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Hat man für den 3. Lebensabschnitt einen durchdachten Plan, so ist die Gefahr, nach dem Erwerbsleben in ein Loch zu fallen, weitgehend gebannt. Eine anvisierte erfüllende Tätigkeit hilft dabei, mögliche mentale Defizite erst gar nicht aufkommen zu lassen. Im Gegensatz zum Arbeitsleben werden diese Aktivitäten jedoch nicht vornehmlich erwerbsorientiert, sondern eher im Hinblick auf Sinn und Freude ausgewählt. Wie Sie Alternativen in Hinblick auf eine sinnvolle Beschäftigung finden und darunter eine Auswahl treffen, damit das Leben im Alter nicht von inhaltliche Leere geprägt ist, das erfahren Sie in diesem Beitrag.

Start für das Leben im Alter
Ehepaar startet gemeinsam (Adobe Fotos)

Wie schaffen Sie es, Freude auf das Leben im Alter zu erzeugen?

Der Grund für die viel beklagte Leere im Ruhestand liegt meiner Einschätzung nach darin, dass die Tatsache, dass irgendwann ein neuer Lebensabschnitt beginnt, als einen Vorgang angesehen wird, der von selbst passiert. Damit einher geht der Irrglaube, dafür keine Vorbereitungen treffen zu müssen. Dabei ist der Beginn eines neuen Lebensabschnittes ein einschneidendes Ereignis. Von den meisten werden – leider – nur das Thema Altersvorsorge (die zu erwartenden Renten-bzw. Pensionsbezüge) und die damit verbundenen Entwicklung des Vermögens näher betrachtet.

Dabei ist der Schritt in den Ruhestand und das daran anschließende Leben im Alter tatsächlich sehr einfach und auch schnell vollzogen. Man packt am bisherigen Arbeitsplatz seine persönlichen Sachen zusammen, verabschiedet sich von den Kolleginnen und Kollegen (meist im Rahmen einer kleinen Feier) und geht. Danach entsteht jedoch die neue und häufig unterschätzte Herausforderung, für den nun folgenden (vielversprechenden) Lebensabschnitt: nämlich eine sinnvolle und befriedigende Neuausrichtung zu definieren.
Nachfolgend finden Sie 8 Fragen, die Sie sich im Zusammenhang mit einer erfüllenden Lebensgestaltung stellen sollten:

  1. Womit möchte ich mich im neuen Lebensabschnitt beschäftigen?
  2. Was will ich noch erreichen?
  3. Schaffe ich das?
  4. Stehen mir dafür die notwendigen Ressourcen zur Verfügung?
  5. Wo kann ich mich für die neue Aufgabe inspirieren lassen?
  6. Geht diese Aufgabe mit Anerkennung und Erfüllung einher? 
  7. Wie kann eine neue, erfüllende Tagesstruktur aussehen?
  8. Wer kann mir in dieser Phase der Unsicherheit ggf. Rat und Unterstützung bieten?

Mich würde interessieren, ob Sie diese Fragen bereits für sich geklärt haben und welche weiteren Fragen Sie sich beim Schritt in den wohlverdienten Ruhestand zusätzlich gestellt haben.
Ich freue mich sehr, wenn Sie am Ende des Beitrags im Kommentarfeld (gerne anonym) Ihre ganz individuellen Erfahrungen beschreiben.

Warum ist es wichtig, sich diese Fragen zu stellen?

Nach einer relativ kurzen Phase der Entspannung, vielleicht schon nach einem längeren Urlaub, oder gar beim Betreiben von Hobbys, kann sich so etwas wie Langeweile, Eintönigkeit und Frustration einstellen. Um den Wert einer guten Planung für den nächsten Lebensabschnitt zu verdeutlichen, möchte ich Sie zu einem kleinen Selbstexperiment einladen. Nehmen wir an, die oben genannten acht Fragen hätten Sie sich noch nicht gestellt und beantwortet, wie würden Sie die folgenden Aussagen dann vervollständigen?

  • „Ich kann jetzt alles machen. In den nächsten Jahren möchte ich … (persönliches Ziel, Richtung und Sinn)“
  • „Heute, genau wie jeden Mittwoch, werde ich … (erfüllende Aufgabe)“
  • „Morgen treffe ich mich mit … (Person, soziale und zwischenmenschliche Beziehung), um über das Thema … zu sprechen (andere Sichtweise austauschen)“

Ich hoffe, dieses kleine Experiment hat Ihnen keine Schwierigkeiten bereitet. Wenn doch, dann sind Sie offensichtlich noch am Anfang des Weges Ihrer Neuorientierung für die Zeit des Ruhestands oder Sie gehören zu dem Personenkreis, der eher nach dem Motto lebt: „Es wird sich schon finden!“

Für wen letzteres der Fall ist, dem möchte ich aus eigener Erfahrung sagen, dass sich leider nur sehr wenig von selbst findet! Etwas Planung und ein genaues Hinschauen sind definitiv zielführend, um Eintönigkeit, Einsamkeit und Frustration gar nicht erst aufkommen zu lassen. Deshalb sollten Sie den Ruhestand als Chance verstehen, denn Sie bekommen ein bisher unerkanntes Maß an Freiheit und Selbstbestimmtheit, sowie – damit verbunden – neuen Möglichkeiten geschenkt. Diese Optionen gilt es zu nutzen, indem Sie die anstehende Lebensphase aktiv mit einem neuen Sinn füllen. Es bietet sich eine nahezu unbeschränkte Anzahl von Möglichkeiten, den Ruhestand zu gestalten, den Status nach dem Erwerbsleben neu zu justieren und Ihre soziale Rolle im Alltag zu optimieren (Ehrenamt: Tafel, Politik, caritatives Engagement, Hausaufgabenbetreuung, … / sinnvolles Hobby: Musik, Literatur, Sport, Natur, …)

Ach ja, fast hätte ich es vergessen: In sehr vielen Fällen ist der Ruhestand und das Leben im Alter mit einer finanziellen Unabhängigkeit durch die regelmäßige Überweisung der Pensions-/ Rentenbezüge verbunden.
Wir MÜSSEN nicht mehr, sondern wir KÖNNEN das tun, was Glück und innere Befriedigung verschafft. Nicht mehr Pflicht, sondern Kür!

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